Ortsverein
News aus der Marktgemeinderatssitzung vom Dienstag, den 19. Mai 2020
Bereits 5 Tage nach der konstituierenden Sitzung tagte der neu gewählte Rattelsdorfer Gemeinderat erneut in der Abtenberghalle, um sich diesmal hauptsächlich mit dem Vorentwurf des neu geplanten Baugebietes Hergeten III zu befassen.
Bei der Planung findet das beschleunigte Verfahren nach § 13b Anwendung, das zwei Phasen durchläuft: die frühzeitige Bürger-Beteiligung durch Veröffentlichung des Vorentwurfs (geschieht im nächsten Mitteilungsblatt) und eine weitere öffentliche Auslegung von mindestens 30 Tagen. Der Satzungsbeschluss ist für Oktober diesen Jahres ambitioniert.
Eine wichtige Grundlage war das vor Kurzem eingegangene Versickerungsgutachten, auf dessen Grundlage eine Versickerung im Planungsgebiet flächig möglich ist, d.h. dezentral auf jedem Grundstück. Eine zusätzliche Rückhaltung ist ncht nötig.
Es lagen zwei Varianten der Planungsgruppe Strunz vor, die sich hauptsächlich in der Verkehrslösung am Knotenpunkt zwischen Angerstraße, Hergeten und Zufahrt zur Ebinger Straße unterschieden, wo 4 Straßenarme aufeinander stoßen werden. Während die eine Variante an dieser Stelle einen kleinen Kreisverkehr vorsah (à siehe Bild 1), löste die andere Variante diesen Verkehrsbereich mit einem „Shared Space“ (à siehe Bild 2).Ein derartiger „Shared Space“ basiert auf der Idee einer verkehrsberuhigten Zone, in der auf Verkehrszeichen verzichtet wird, wobei alle Verkehrsteilnehmer vollständig gleichberechtigt sind und die Vorfahrtsregel „rechts vor links“ natürlich weiterhin gilt.
Die SPD-Fraktion sowie die „Ratz“ sprachen sich für die Kreisverkehr-Variante aus, da die Verkehrsführung hiermit eindeutig und fließend geregelt wäre, was bei dem Verkehrsaufkommen in diesem Bereich wichtig sei. Schließlich würde das neue Baugebiet und die dort auch geplanten Mehrfamilienhäuser zu einem zusätzlichen Verkehrsaufkommen führen. Ein Vertreter der Ratz äußerte zudem die Befürchtung, dass man sich mit dem Shared Space eine ähnlich problematische Verkehrssituation schaffe, wie sie bei der Kreuzung Schulstraße / Weiße-Kreuz-Straße / Joseph-Babo-Straße schon bestehe, wo ebenfalls 4 Straßenarme aufeinander stoßen.
Nach langer Diskussion kam es zur Abstimmung, welche 10 : 7 für die Variante mit dem „Shared Space“ ausging.
Ebenfalls diskutiert wurde vorher noch über die einzuplanenden Formen verdichteter Bebauung, um mehr Wohnraum z.B. für sozial schwächere Familien zu schaffen, die Wohnungen suchen oder sich kein freistehendes Einfamilienhaus mit vorherigem Grundstückskauf leisten können. Dies ist auch ein Kernpunkt des beschleunigten Verfahrens nach §13 b, welches einen sparsamen Flächenverbrauch wünscht, mit einem Angebot an verdichteten Wohnformen. Deshalb sollen in dem Gebiet neben den ca. 27 Baurechten für freistehende Einfamilienhäuser, auch ca. 4 für Mehrfamilienbebauung entstehen. Präferiert wurde vom Gremium hier der Bau einiger Mehrfamilienhäuser, wobei auch Reihen- und Kettenhäuser noch zur Debatte stehen. Über Lage und Anzahl der im Baugebiet eingeplanten Mehrfamilienhäuser, könne auch noch später entschieden werden.
In weiteren Tagesordnungspunkten wurden keine Bedenken zu Bebauungsplan-Änderungen der Gemeinden Reckendorf und Breitengüssbach geäußert.
Zudem wurde über die Anschaffung eines Bürgermobils beraten. Da der ÖPNV einzelne Gemeindeteile nicht oder nicht ausreichend anfährt, will man über ein Bürgermobil hier die Anbindung der BürgerInnen deutlich verbessern. Auch die Nachbarschaftshilfe könne das Bürgermobil bei Bedarf ggf. nutzen. Das Vorhaben wurde zur weiteren Verfolgung und Kostenrecherche vom Marktgemeinderat einstimmig auf den Weg gebracht.
Im letzten öffentlichen Tagesordnungspunkt befassten sich die Räte noch mit der Einrichtung eines Jugendparlamentes. Bei einer Gegenstimme wurde beschlossen, in Zusammenarbeit mit der ISO Bamberg Vorbereitungen hierfür zu starten und z.B. in einer Jugendbürgerversammlung herauszufinden, ob bei den Jugendlichen für ein derartiges politisches Engagement Interesse besteht.
Kommentar von Thomas Pregl
Da bleibt einem doch der glatt der Frosch im Hals stecken. Politische Hygiene scheint für die Grünen in Litzendorf ein Fremdwort zu sein. Wir hatten gedacht, ein Wort ist ein Wort. Und uns darauf geeinigt, keine Wahlkampfanzeigen oder Nachberichte von Partei-Veranstaltungen im Mitteilungsblatt zu schalten. Gleich dreimal haben die Grünen aus dem schönen Ellertal in der aktuellen Ausgabe ihr Wort gebrochen. Ökologisch macht das Sinn: So erspart man sich das persönliche und anstrengende Austragen an der frischen Luft und in Mutter Natur, vermeidet den persönlichen Kontakt zu seinen Wählerinnen und Wähler - und kann denjenigen, die sich dummerweise an ihr Versprechen hielten, die lange Pinocchio-Nase zeigen: „Ätsch! Seid ihr blöd!“ Nein, blöd ist ein solcher Wahlkampf. Es wird „Zeit für Grün“ (Werbeslogan) sich zu entschuldigen. So eine Entschuldigung ist Co2-neutral - und sorgt deutlich für ein besseres Klima!
Respekt vor diesem Engagement!
Noch ein paar Tage, dann enden die Kommunalwahlen pünktlich um 18.00 Uhr am 15. März. Viele haben schon per Briefwahl gewählt, andere überlegen noch. Wir als SPD spüren in der Stadt Bamberg, im Kreis Bamberg, aber auch in den vielen Gemeinden wie zum Beispiel in Litzendorf kräftigen Rückenwind. Die Menschen kommen wieder zur SPD, die SPD zieht wieder. Gerade vor Ort. Kommunalwahlen sind auch Persönlichkeitswahlen. Die Menschen haben ein feines Gespür dafür, was ihre örtlichen Vertreterinnen und Vertreter geleistet haben, wofür sie sich einsetzen. Wir kämpfen natürlich um jede Stimme. Und so wie es aussieht, hat unser authentischer und kompetenter Landratkandidat Andreas Schwarz gute Chancen Amtsinhaber Kalb in eine Stichwahl zu zwingen. Respekt. Respekt habe ich aber auch vor dem Engagement aller demokratischen Wahlkampfhelferinnen und Wahlkämpfer. Wahlkampf ist eine Knochenmühle. Der Wahlkampf erfordert Kraft, Zeit und Engagement. Man macht ihn ehrenamtlich aus Liebe zur Demokratie, aus politischer Überzeugung und für die Menschen in Stadt, Kreis und Kommunen. Das vereint alle Demokraten. Auf einen weiterhin fairen Wahlkampf!
Thomas Pregl
Litzendorf/Pödeldorf. Politischer Aschermittwoch in Passau? Das war gestern! Besser, witziger und schwungvoller kann die Ellertaler SPD die kleine und auch die große Politik auf die Schippe nehmen. Und das mit einer gehörigen Portion Selbstironie. Zu ihrem „Politischen Ascherdonnerstag“ mit Kabarettist Klaus Karl-Kraus, dem „Frankenschlawiner“ und Landratkandidat Andreas Schwarz in der Pödeldorfer Rockkneipe PJ´s strömten die Massen. Und ließen Spitzenkandidat Wolfgang Heyder strahlen: „Die SPD kriegt die Säle noch voll!“
Litzendorf. „Aller guten sozialdemokratischen Dinge sind drei“, freute sich der Ellertaler SPD-Chef Thomas Pregl über die „dritte volle Hütte“ im Kommunalwahlkampf innerhalb kurzer Zeit. Nach dem Auftritt der fränkischen Kultband „Brand Old“ und dem „Politischen Ascherdonnerstag“ in der Rockkneipe PJ´s in Pödeldorf war auch beim „Taubenmarkt“ im Litzendorfer Gasthaus Krapp kein Platz mehr frei. Ausgelassen feierten Landratkandidat Andreas Schwarz und SPD-Fraktionsführer Wolfgang Heyder mit den Taubenmarkt-Freunden den Auftritt von Bambergs Schlagerhoffnung Heino Mendoza - und natürlich die vielen ausgespielten Tombola-Preise.
Pödeldorf. Der 27. Februar wird ein richtig deftig-heftiger „Politischer Ascherdonnerstag“ der Ellertaler SPD mit viel Musik, Kabarett und Politik in der Pödeldorfer Rockkneipe PJ´s. Beginn ist um 19.00 Uhr.
Zunächst wird der „Frankenschlawiner“ mit Musik für alle den Saal einheizen, dann darf der Kabarettist Klaus Karl-Kraus („Fastnacht in Franken“) in seiner Fastenpredigt Politik und Politikern die Leviten lesen. Und last but not least wird der SPD-Landratskandidat Andi Schwarz in einer launigen Rede seinen Senf für den Kommunalwahlkampf dazutun. Der Eintritt ist frei.
SPD freut sich über die kommende ÖPNV-Anbindung
Naisa. Mit Leidenschaft warb Franz-Josef Schick, Urgestein der Ellertaler SPD, beim Bürgerdialog zum ÖPNV im Feuerwehrhaus in Naisa für eine schnelle und günstige Busanbindung an Bamberg. „Litzendorf ist fast die einzige Gemeinde im Speckgürtel der Stadt, die bisher ohne ÖPNV-Anschluss war!“ Im Herbst dieses Jahres wird sich das ändern - auch dank seines fast 20jährigen Einsatzes für dieses wichtige Anliegen.
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