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SPD Litzendorf jubelt über ÖPNV-Anbindung

Veröffentlicht am 13.08.2020 in Ortsverein

Franz-Josef Schick (links), Vater des ÖPNV-Erfolges, bei einer SPD-Wahlkampf-Veranstaltung in Naisa zum Thema.

SPD-Forderung nach fast 20 Jahren Kampf erfüllt!

Litzendorf. Was lange währt und selten fährt, wird endlich gut. Nach fast 20 Jahren Kampf der Ellertaler SPD für eine ÖPNV-Anbindung an Bamberg, darf die Gemeinde Litzendorf jetzt jubeln: Bis Oktober soll die vorläufige Stadtbus-Linienführung in trockenen Tüchern sein.

Und was jeder erhoffte, aber nicht zu glauben wagte: Die Ortsteile Kunigundenruh, Pödeldorf, Naisa und Litzendorf werden in einer Erprobungsphase ab Frühjahr werktäglich im 30-Minuten-Takt, am Samstag im 60-Minuten-Takt angefahren. 2,60 Euro soll eine einfache Fahrt kosten. „Damit geht ein Traum in Erfüllung, für den wir Sozialdemokraten lange, leider oft gegen erbitterten Widerstand, gekämpft und gestritten haben“, freut sich Franz-Josef Schick, der Vater des örtlichen ÖPNV-Gedankens über „den verkehrsspolitischen Meilenstein in der Gemeindegeschichte.“

In der vergangenen Gemeinderatssitzung stellte Peter Scheuenstuhl von den Stadtwerken Bamberg das bürgerfreundliche Konzept vor. Die derzeitigen Busfahrten werden an den Werktagen von 28 auf 56 verdoppelt. Am Samstag explodiert das Angebot sogar von bisher acht auf 23 Fahrten. Die Fahrten teilen sich der alte Linienbetreiber Metzner und die Stadtwerke. SPD-Ratsfrau Susanne Bonora: „Ein geniales Konzept!“

Schon morgens ab 5.30 Uhr kann das neue ÖPNV-Angebot in Richtung Bamberg in Anspruch genommen werden. Und am frühen Abend fährt der letzte Bus um 18.55 Uhr. Wer von der Stadt zurück nach Litzendorf will, hat dazu die Einsteigmöglichkeit am ZOB bis 19.27 Uhr. In den Abendstunden steht den Bürgerinnen und Bürger noch ein Anrufsammeltaxi zur Verfügung - zum Preis des Bustickets. Die Kosten für die Differenz zwischen Taxi- und Busfahrt übernimmt die Gemeinde. Die Kosten der ÖPNV-Verbindung für die Gemeinde fallen mit 126 401,31 Euro pro Jahr niedriger aus, als bisher angenommen. Hinzu kämen allerdings noch die Kosten für das Anrufsammeltaxi. Die endgültige Entscheidung über das Konzept fällt auf der Gemeinderatssitzung im Oktober. Sicherlich eine Formsache. Voraussetzung für die Anbindung an die Domstadt ist eine neue Haltestelle Tanzwiesen mit einem Stellplatzbedarf für zwei Busse und die Möglichkeit in Nähe des Altersheims in einer Schleife wieder nach Bamberg zurückfahren zu können.

Dass die Revolution im Öffentlichen Nahverkehr nicht ohne Werbung geht, weiß SPD-Fraktionsführer Wolfgang Heyder nur zu gut: „Wir haben alles dafür getan, dass der ÖPNV endlich kommt. Das Angebot ist äußerst attraktiv. Das muss den Bürgerinnen und Bürgern aber auch mittels Marketing transparent und deutlich vermittelt werden!“

 

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