"Bamberg plastikfrei": Oberbürgermeister Starke startet Initiative gegen Plastikflut

Veröffentlicht am 22.09.2019 in Umwelt

©Foto: Stadt Bamberg über fotolia

Andreas Starke will „eine Bürgerbewegung, bei der alle mitmachen können“

„Die Idee einer gänzlich "Plastikfreien Stadt" ist ein ehrgeiziges Ziel, aber sie vermittelt auch eine Haltung,“ so Oberbürgermeister Andreas Starke: „Aber Initiativen wie der "Bambecher", der Unverpackt-Laden in der Luitpoldstraße oder die AG Nachhaltigkeit an der Universität sowie das Angebot des städtischen Umweltamtes zum Mehrweggeschirr sind perfekte Beispiele dafür, wie es funktionieren  kann“, so Starke. Ziel seiner Initiative ist es, sinnlosen Plastikmüll in Bamberg zu reduzieren, die Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren und ein Umdenken im Umgang mit Verpackungen aus Kunststoff zu bewirken. „Unsere Bamberger Stadtverwaltung muss dabei eine Vorbildfunktion einnehmen“, betonte der Oberbürgermeister. 

Starke will einen breitangelegten Dialog ins Leben rufen, um möglichst viele zu beteiligen: in den politischen Gremien, in den Schulen, am Arbeitsplatz, in den ehrenamtlichen Initiativen, in den kirchlichen Stiftungen, in den Kitas, mit den Geschäftsleitern, den Gewerkschaften, überall sollen Ideen zu der Aktion gesammelt werden.
 
Eine erste konkrete Maßnahme wird sein, bei der Stadt Bamberg sowie ihrer Tochtergesellschaften, Glasflaschen und Gläser zwingend vorzuschreiben. Außerdem soll in jedem städtischen Rathausgebäude ein Trinkwasserspender installiert werden. Im neuen Rathaus am ZOB und im Rathaus am Maxplatz wurde diese bürger- und klimafreundliche Maßnahme bereits verwirklicht. 
 
Für öffentliche Veranstaltungen in Bamberg gibt es schon seit 1991 ein Mehrweggebot und hinsichtlich Geschirr sind öffentliche Veranstaltungen zu 100 Prozent plastikfrei, da kein Wegwerfgeschirr zugelassen ist und nur Pfandbecher verwendet werden. Nun soll die Verwendung von Mehrweggeschirr und Mehrwegbechern auch für den Handel, mobile Verkaufsstände und in der Gastronomie aktiv beworben werden. Zudem soll es eine neue städtische Einkaufstasche geben, um die Initiative noch mehr publik zu machen. "Ohne  Werbung für die Strategie geht es nicht“, erläuterte die Leiterin des Umweltamts Anita Schmidt.
 
„Jede Bürgerin und jeder Bürger soll sich in Bamberg an der Aktion beteiligen können“, so Starke. In den kommenden Tagen wird der Oberbürgermeister zunächst Vertreter aus Handel, Wirtschaft und Gastronomie zu einem Gespräch einladen, um eine gemeinsame Vorgehensweise zu vereinbaren. „Diese Bereiche sind besonders plastikintensiv“, begründete Starke diesen Schritt. In einem öffentlichen Bürger-Workshop sollen zudem weitere Strategien zur Vermeidung und Minimierung von Plastik im Stadtgebiet entwickelt werden. „Es ist mein Ziel, eine Bürgerbewegung zu gründen, bei der alle mitmachen können“, fasste Starke seine Initiative zusammen.
 
Um auf die Initiative aufmerksam zu machen, wird es eine eigene Internetseite www.plastikfrei.bamberg.de geben. Unter anderem findet sich dort ein „Nachhaltigkeits-Atlas der Stadt Bamberg“, der bereits bestehende Projekte und Aktionen zum Thema Nachhaltigkeit in der Stadt Bamberg präsentiert und vernetzt sowie zum Mitmachen anregen soll. Zusätzlich wird das Label „Bamberg Plastikfrei“ entwickelt, um in Form von Aufklebern und einer umweltfreundlichen und fair gehandelten städtischen Einkaufstasche auf die Initiative aufmerksam zu machen und zu einem verpackungsarmen Einkauf zu motivieren bzw. auf die beteiligten Läden und Unternehmen hinzuweisen.
 
Der Oberbürgermeister hat veranlasst, dass sich der Stadtrat schon in seiner nächsten Sitzung am 25.09.2019 mit der Idee befasst. Vorbild der Initiative ist die „Plastic Free City London https://www.plasticfreecity.london/ oder deutsche Städte wie Pfaffenhofen und Augsburg.
 

 

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„Wir sind ab sofort im Landkreis Bamberg unterwegs und haben Bratwürste im Gepäck. Wer möchte, lädt uns zu sich nach Hause ein. Während Sie die Bratwürste grillen, unterhalten wir uns über die Probleme in unserer Republik, die Ideen für unsere Region und Ihre persönlichen Baustellen“, erläutert Andreas Schwarz die Idee hinter der Aktion. 
Persönlicher geht es kaum. Wer also diese einmalige Gelegenheit ergreifen möchte, der meldet sich bitte unter 0951-51929400 oder andreas.schwarz.ma04@bundestag.de, um einen Termin für den Hausbesuch zu vereinbaren. 

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